Installations- und Bedienungsanleitung

Solarmodul Baureihe SOL GT

Sicherheitshinweise

Die elektrische Installation und Inbetriebnahme darf nur von einer konzessionierten Elektrofachkraft ausgeführt werden. Eine unsachgemäße Ausführung bei der Installation oder Inbetriebnahme kann zu Schäden führen und infolge Personen gefährden. Bei Arbeiten am Solargenerator auf Dächern sind geeignete Absturzsicherungen zu verwenden. Zur eigenen Sicherheit und zum Schutz Ihres Solarmoduls beachten Sie bitte die folgenden Hinweise:

  • Bei der Installation und Wartung von Solarmodulen sind die gültigen Vorschriften und Sicherheitshinweise für die Installation elektrischer Geräte und Anlagen sowie eventuelle Vorschriften des zuständigen EVU zum Netzparallelbetrieb von Solarstromanlagen zu beachten.
  • Durch Serienschaltung der Module (Addition der Modul-Spannungen) können Spannungen oberhalb der Schutzkleinspannung von 120 VDC entstehen!
  • Selbst bei geringer Beleuchtungsstärke ist mit der vollen Leerlaufspannung der Module zu rechnen.
  • Bei Arbeiten an den Modulen müssen diese entweder abgedeckt oder durch einen Freischalter vom Verbraucher getrennt werden, da bei Arbeiten an Gleichstrom führenden Leitern Lichtbögen entstehen können.
  • Die maximal zulässige Systemspannung der Solarmodule darf auch bei tiefen Temperaturen nicht überschritten werden (siehe Datenblatt und Modultypenschild).
  • Das Solarmodul ist wie ein Glasprodukt zu behandeln und ist nicht zum Begehen geeignet.

Aufstellhinweise

Um einen möglichst hohen Jahresenergieertrag zu erzielen, empfehlen wir die folgende Modulaufstellung:

  • Die Vorderseite des Solarmoduls in Richtung der Mittagssonne ausrichten (Nordhalbkugel der Erde in Richtung Süden und auf der Südhalbkugel in Richtung Norden).
  • Den Neigungswinkel des Solarmoduls nach folgender Formel berechnen:
  • Neigungswinkel = Breitengrad des Aufstellungsortes minus 20°. 
  • Beispiel: (Frankfurt a. Main) 50. Breitengrad minus 20° ergibt einen Neigungswinkel von 30°. Um eine ausreichende Selbstreinigung sicherzustellen, sollte der Neigungswinkel jedoch mindestens 10° betragen.
  • Das Solarmodul so aufstellen, dass eine Abschattung (auch teilweise) vermieden wird.
  • Auf eine gut belüftete Modul- Rückseite achten.

Eine Bündelung des Sonnenlichts auf die Modulfläche mittels Spiegel oder Linsen ist unzulässig! Das Solarmodul ist für den Einsatz im Offshore-Bereich und für die Montage auf Fahrzeugen nicht geeignet.

Montagehinweise

  • Die Module zur dauerhaften Installation auf geeignete Unterkonstruktionen montieren. 
  • Es dürfen nur die im Rahmen vorhandenen Bohrungen verwendet werden.
  • Die Module können mit der Unterkonstruktion, durch Klemmung von vorne, im Bereich der vorhandenen Montagebohrungen verbunden werden.
  • Die Modulrahmen nicht anbohren, nicht annageln oder anschweißen.
  • Zur Montage nur korrosionsfreie Schrauben verwenden.
  • Das Solarmodul muss mechanisch spannungsfrei und zum Ausgleich von Materialausdehnungen durch Temperaturschwankungen mit einem Mindestabstand von 5mm zum nächsten Modul montiert werden.
  • Für die Verschaltung nur geeignete Kabel für die Außenmontage verwenden.
  • Beim Anschluss der Solarmodule an Batterien muss unbedingt auf die Polarität geachtet werden. Eine Verpolung führt zur Zerstörung der Schutzdioden.
  • Insbesondere in exponierten Lagen ist ausreichender Blitzschutz zu empfehlen. Eine Integration in bestehende Blitzschutzeinrichtungen muss unter Beachtung der gültigen Vorschriften erfolgen.
  • Bei der Aufständerung der Module ist darauf zu achten, dass kein Regen- oder Kondens­wasser in Richtung der PG-Verschraubungen der Anschlussdose laufen kann.
  • Das Solarmodul darf nicht im Stau-Wasser stehen. Die Entwässerungsbohrungen im Rahmen dürfen nicht verschlossen werden.

Elektrischer Anschluss

Die Anschlussdose mit werkseitig angeschlossenen Kabeln wird zur elektrischen Verschaltung nicht geöffnet! Diese sind mit einem hochwertigen Steckverbinder-system für Photovoltaik ausgerüstet. Die Stecker sind mit der jeweiligen Polarität gekennzeichnet und verpolungssicher ausgeführt.

Achtung:
Die Steckkontakte niemals unter Laststrom ziehen oder stecken!
Das Stecken und Trennen unter Spannung ist möglich.

Wartungs- und Pflegehinweise

Durch Verschmutzung der vorderseitigen Glasfläche wird der Lichteinfall auf die Solarzellen und damit die elektrische Leistung vermindert.

Bei starker Verschmutzung empfiehlt es sich, die vorderseitige Glasoberfläche ge­legentlich - insbesondere von grobem Schmutz (z. B. Vogelkot) - zu reinigen. Um die gehärtete Oberflächenschicht des Glases dabei nicht zu beschädigen, sollte dies mit viel Wasser und einer weichen Bürste geschehen. Scharfe Reinigungsmittel dürfen nicht verwendet werden.

Die elektrischen Leitungen gelegentlich auf Beschädigungen, Korrosion und festen Sitz an den Kabelverbindungen prüfen.

Elektrische Eigenschaften

Die elektrische Leistung der Solarmodule wird unter Standardtestbedingungen (STC) gemessen: 1KW/m2 Einstrahlung in Modulebene bei einem Spektrum AM 1,5 und einer Zellentemperatur von 25°C.

Ein Solarmodul kann mehr Strom und Spannung erzeugen, als unter STC Bedingungen angegeben wird. Zur Bestimmung der Spannungsbemessungswerte von Bauteilen, Strombemessungswerten von Leitern und Sicherungen sowie Auslegung von Steuerungen, die an den Modulausgang angeschlossen werden, sollten die auf dem Modul angegebenen Werte von Isc und Uo mit dem Faktor 1,25 multipliziert werden.

Elektrische Anordnung von Solarmodulen

Solarmodule können in Reihe geschaltet werden, um die gewünschte Anlagenspannung zu liefern. Hierbei darf die maximale Systemspannung der Solarmodule niemals überschritten werden.

Solarmodule können parallel geschaltet werden, um die gewünschten Anlagenströme zu erzielen. Werden mehr als 3 Module (Strings) parallel geschaltet, so sollte
jedes Modul (String) mit einer Sicherung (16A) zum Schutz vor hohen Strömen im Fehlerfall versehen werden. Die Art der Sicherung ist entsprechend den örtlichen Vorschriften  auszulegen. (VDE)

Maximal zulässige Beanspruchung

Maximal zulässige mechanische Beanspruchung der Module
gemäß IEC 61215 Ed2

  • Bei Montage auf der langen Modulseite: 5400 Pa
  • Bei Montage im Bereich der vorhandenen Montagebohrungen: 5400 Pa
  • Bei Montage auf der kurzen Modulseite: 2400 Pa

Anwendungsklasse

Die Solarmodule sind für den Gebrauch in der Anwendungsklasse A bemessen.(unbeschränkt zugänglich, gefährliche Spannungen, Anlagen gefährlicher Leistung)

Module, die für diesen Einsatz bemessen sind, dürfen in Systemen über 50V Gleichstrom oder größer 240W verwendet werden, zu denen ein allgemeiner Zugang mit Berührung anzunehmen ist.

Module, deren Sicherheit nach diesem Teil von IEC 61730 und nach IEC 61730-4 geprüft wurde und die in diese Anwendungsklasse gehören, werden so angesehen, dass sie die Anforderungen der Sicherheitsklasse II erfüllen.